bau-/projekt
weissenstein oswald ploner. architekt
OG
EG
Wohngebäude,
grundsätzlich
aber
funktionsoff
en
angelegt,
d.
h
.
auch
für
andere
Nutzungen
(büro-
oder
handwerksbetriebl.
Funktionen
etc.)
durch
architekturadäquate,
evtl.
auch
nur
temporär
e
Unterteilungen
mit
wenig
Aufwand
anpassbar.
.
.
.
indem
der
Entwurf
auf
die
einhüftige
Baukörperform
des
Dreiseithof
es
in
annähernd
gleicher
Trakt
tief
e
Bezug
nimmt
,
womit
er
die
Enge
des
Tales,
die
Flussachse
etc.
als
Bewe-
gungsbedingungen
anklingen
lässt
und
so,
für
den
Raum
maßgebend,
weit in
die
zeitliche
Anfänglichkeit
des Ortes
zurückverweist,
zugleich
aber
diesem
bäuerlichen
Raumge-
danken
den
völlig
anderen
des
gründer
zeitlichen
Villentyps
entgegenstellt:
jenen
der
kraftv
ollen
Konzentration
in
die
eigene
Mit
te,
kontemplativ
zum
Grünraum
hin
ausgerichtet,
über
diesem
auf
einem
Sockel ruhend
?
Diese
Ambiguität
der
Fassaden fortgesetzt auch im Baukörperinneren, . .
.
.
.
.
vielleicht
in
einer
Art
„vexierendem“
Anderssein
der
giebelseitige
n
Eng
e
de
r
im
Thema
„bäuerliche
s
Kleinhau
s“
beginnenden
Schauseite
und
der
großzügigen
Breite
der
„Villen-
Seite“
(wie bei den nahegelegenen gründerzeitlichen Villen)?
.
.
.
wobei
andererseits
wiederum
die
Statik
der
„Villenfassade“
durch
die
Verschiebung
der
Mittelachse
der
Terrassentüren
aufgehoben
wird,
was
letztlich
auch
den
Verlust
der
Axialsymmetrie
der
Öffnungen
der
„bäuerlichen“
Giebelseiten
bedeutet,
sich also
durch
die Dynamisierung
beider
Ansichtsseiten dieser
Gestaltbezug vielleicht wieder relativiert?
. .
. die Villa . . . ist . . . .
. . das Kleinhaus ?
•
Der
Entwurf
beinhaltet
eine
lange
und
alle
wesentlichen
Schwerpunkte
der
o.
a.
Konzeption
umfassende
Entwicklung,
dergemäss
er
zahlreiche
architektonische
Elemente
umfasst,
die
weit
in
die
begegnenden
Architekturen
des
Umraums
reichen und über die er typologisch in den Raum hineinfrägt, wie
z.
B. entlang dieser
.
.
.
Es
ergibt
sich
somit
ein
offenes
Spannungsfeld
aus
dem
Gegenüber
von
schwebendem
Baukörper
generell
als
Anklang
der
analogen
Typologie
des
U-topischen,
das
bedeutet
des
„Ort-losen”,
als
von
der
Schwere
des
Bodens
abgehoben,
geschichtslose
Neuer
fi
ndung,
traumhaft
in
die
Ferne
sich
ausdehnend,
diese erobernd . . .
.
.
.
,
wobei
nun
versucht
wurde,
in
der
Gestaltung
des
Baukörpers
selbst
in
diese
„bodenfernen“
Ursprünge
hineinzufragen:
hier
in
Form
stützenartiger
Scheiben
im
EG
oder in
der
brückenartigen
G
estalt
der
Terrasse.
.
.
.
zu
dem
gan
z
ande
r
en
de
s
Sch
w
e
r-im-Boden-lasten
s,
i
m
Fal
l
de
r
Villenarchitektur
so
wie
im
Bauernhaus
-
letzeres
als
in
das
Gelände
eingelassener,
mit
diesem
verschmolzener
Steildach-Baukörper,
dessen
„transzendier
ende",
„in
die
Unendlichkeit
des
Himmels
fl
uchtende“
Giebelform
zugleich
dieses
unmittelbar
„im-Boden-ruhen
“
durch
diese
Art
der
Differenz
noch
mehr
hervo
rhebt:
.
.
.
d.h.
eröffnet
dieses
weit
gespannte
Feld
zweier
nicht
vereinbarer
Identitäten
des
Ortes
etwas,
das
nicht
als
Synthese
aus
schwebendem
Flachdach-Haus
auf
Stützen
und
lastendem
Steildach-Haus
a
m
Boden
zu
sehen
ist,
sondern
eher
als
eine
offene
Unterschiedlichkeit
aus
nicht
vermittelbaren
Gegensätzen
in
Gleichzeitigkeit,
die
sich
je
für
sich
behaupten
und
dennoch
vielleicht ein weites,
darüber hinausgehendes Etwas
angrenzen?
.
.
.
der
Raumgrenze
in
der
Moderne,
wie
man
sie
im
Umraum
beispielsweise
im
Seerestaurant
Ottenstein
antrif
f
t,
welche
zur
Entgrenzung
zwischen
dem
Innen
und
Außen
strebt
und
sich
etwa
in
der
Tendenz
zur
weitgehenden
Verglasung
der
Außenwände
auswirkt
?
Die
vorwiegend
bäuerliche
Architektur
des
Raumes
wird
vom
murale
n
Außenwan
d
charakte
r
bestimmt
,
di
e
hochrecht
ek-
kigen
Fensteröffnungen
sind
im
Wandbezug
klein
dimen-
sioniert,
d.h.
bildet
so
die
Außenwandgestalt
eher
ein
seman-
tisches Entgegen zur
Idee .
.
.
Was
resultiert
aus
diesen
im
Zueinander
gesetzten,
widerstreitenden
Elementen
aus
Mauerwerksbau
und
Glasfassade,
in
deren
unüberbrückbarer Ausschließlichk
eit, was bleibt bei derem „Weggehen“?
murale Körperlichkeit . . . . als gläsern offen
e Raumgr
enze?
Industrieprofil und . .
.
.
. Herrgot
tswinkel ?
Nach
dem
Krieg
gab
es
hier
da
s
Eisenbahnprojekt
Kremstal,
dessen
Trasse
entlang
der
Talsohle
bis
zur
Verbindungsbahn
Zwettl
-
Martinsberg
geführt
wurde;
ist
es,
obwohl
wie
der
Stausee
nur
Projekt,
als
architektonisches
Element
in
der
kulturellen
Substanz
des Ortes
verankert,
wie
etwa
die
Kamptalbahn,
wenn
auch
nur
als
eine
Art Überlief
erung? . . .
Is
t
dieses
Eisenbahn
r
o
jekt
al
s
ein
e
Archite
kt
ur
au
s
seriel
l
ge
setzten
industriellen
Stahlpro
fi
len
abwesend
i
m
Raum
präsent
,
als
Ort
einer
gesellschaf
tlich
/
individuellen
Identität
der
frühindus
t
ri
elle
n
Arbeitsteiligkeit
,
i
n
ihre
n
suggestiven
Träumen
be-
ginnen
de
r
technische
r
Al
l
macht
,
übe
r
solche
Brücken-
oder
Schien
enbauprojekte
auch
hier
in
der
Perip
heri
e
“
angekommen”
,
etw
a
i
n
den
Stahlgit
terträgern
der
frühen
Industriehalle
n
i
m
Sta
d
tbereic
h
des
unteren
Kremstales,
ebenso
in
de
n
zeitgleiche
n
frühe
n
Stahl
-Glas-Bauten der Gewächshäuser oder
Ausstellungsbauten?
.
.
.
ein
zugleich
zum
„O
r
t”
des
frühen
industriellen
Stahl-
pro
fi
ls
weitgehend
komplementärer
ist
der
des
sogenannten
“Herrgottswinkels”,
dem
innenräumlichen
Kern-
und
Mittel-
punkt
der
Bauernstube;
die
Frage
in
diese
Differenz
wird
im
Entwurf
mit
einer
räumlichen
Leerstelle
an
der
nordwest-
lichen
Außenec
ke
des
Hauptgeschoßes
,
in
Sichtbezug
zu
einer raumhohen
Stahlpro
fi
lk
onstruktion, gestellt:
Ergeben
so,
im
Entwurf
in
eine
räumliche
Nähe
zueinander
gebracht,
Industriepro
fi
l
und
“Herrgottswinkel”
einen
“fremden”
Klang,
der
,
irgendwie
zugleich
innerhalb
und
außerhalb
dieser
ar
chitektonischen
Elemente
selbs
t
liegend,
eine
besonder
e
Vorbegrifflichkeit erschließt?
. . . horizontal seriell o
der
. . . vertikal mural ?
welches
Zwischen
„schwingt“
sich
nun
neben
den
Rändern
der
architektonisch
ineinandergesetzten
Typologien
von
hoch
auf-
geschichtetem
Natursteinmauerwerk
und
horizontal
dynamischer
Holzpro
fi
lkonstruktion,
deren
Horizontalität
durch
zweifache
räumliche
Abknickung wiederum
in
sich
gebrochen
wird, „ein“, was bringt es „ins Offene“?
Neben
vertikal
strukturier
ten
industriellen
Architektur
en
der
Mühlen
bestimmen
auch
horizontal
ausgerichtete
den
Raum
baulich
mit,
geordnet
nach
der
vorwiegend
horizontal
organi-
sierten
Maschinenbeschickung
,
hier
als
wasserkraftbetriebe-
ne
Sägewerke.
Strukturierender
T
eil
sind
nun
die
Schienenanlagen,
über
die
das
Schnittholz
auf
Wagen
zum
Gatter
befördert
wird,
später
z.
t
.
dur
ch
Förderbänder
er
setzt
oder
er
gänzt,
daher
sind
die
Sägewerk
e
a
n
f
a
n
g
s
mei
s
t
einhüftig
e
un
d
langge
s
t
r
eckt
e
fl
ache
Holzbauten,
um
welche
zugehörige
Lager-
und
Mani-
pulationsfrei
fl
ächen
und
Wehrbach
angeordnet
sind,
in
ih
rer
entwickeltsten
Form
komplexe
Anlagen
aus
vielfältig
kombi-
nierten Industriehallen.
Diesen
horizontal
-
industriellen
Architekturen
stehen
als
ganz
andere
die
muralen
Frühformen
des
n
äheren
Umrau-
mes
gegenüber,
die
aus
mächtigen
Natursteinmauern
schon
sehr
früh zu
Verteidigungszwecken
errichtet
wurden
.
.
.
wie
z.
B.
an
mehreren
Burgruinen
in
den
Orten
un-
terhalb
des
Entwurfsstandortes
oder
an
den
muralen
Resten
einer
fl
ussaufwärts
nahe
gelegenen
slawisch
gegrün
deten
Fliehburg
noch
heute
sichtbar.
Eine andere Polarität gibt
es
im
Gegeneinander
von
horizontal
ausgedehnten
Holzarchitekturen
und
hohen
Mauerwerkskonstruk-
tionen,
also
Diese
nur
wenigen
hier
angeführten
gedanklichen
Setzungen
zu
den
zahlreichen,
in
der
Entwicklung
dieses
Entwurfs
voll-
zogenen
Wegrichtungen
sind
nicht
als
verbale
Deutung
der
Entwurfsinhalte
zu
verstehen,
sondern
als
von
der
Architektur
getrennte
sprachliche
Ansätze
zur
phänomenologischen
Qualität
des
Raumes,
indem
sich
Baumaterial
und
Sprache,
vielleicht
oft auch nur zufällig, auf ihren nebeneinanderliegenden Wegen treffen, überschneiden, entfernen etc.
Aber beide zielen in die räumlich-zeitliche Weite, in die der Ort verweist und deren Widerschein sein Wesen bestimmt.
Der Entwurf „fragt“ nach diesen Bezügen, mit horizontaler Holzschalung am Außengang bzw. massiver Stützmauer:
.
.
.
als
jenes
Spannungsfeld,
das
sich
aus
dem
Gegenüber
des
Bauernhauses
mit
der
gründerzeitlich-klassizistischen
Villa
(z.B. im unteren Kremstal) einstellt, den Ort überlagernd . . .
.
.
.
neben
diese
beschriebenen
Spannungsgestalten
tritt
nun
eine
weitere,
aufgebaut
aus
den
sich
vom
Umfeld
her
virtuell
in den Ort versammelnden Typologien, u.z. als einer überlagerten Schicht aus folgendem Gegenüber:
.
.
.
indem
aber
das,
was
bleibt,
insgesamt
eben
der
Anklang
der
leeren,
stillen
Gehäuse
an
diese
Unterschiedlichkeit
von
„bäuerlicher“ und „klassizistischer“ Qualität der Gestimmtheiten ist?
Zu
diesem
Spannungsfeld
von
bäuerlicher
bzw.
Villen-Wohnidentität
(beide
in
ihrer
charakteristischen
statischen
Schwere
im
Bodenbezug) eröffnet sich hier, mit dem Abstand eines „Sprungs“, zugleich eine gänzlich anderen Raumidee:
jene
der
über
dem
Gelände
schwebenden
Architektur
der
flussüberwindenden
Brücke
als
wesentlicher
Raumgestalt
des
Talraumes, als Thema vom einfachen Holzsteg bis zum Stahlfachwerk, Idee der Modern
e und zugleich von An
fänglichem,
Eine
weitere
Qualität
differenter
räumlicher
Identitäten,
die
in
die
innere
Substanz
des
Ortes
eingetragen
ist
und
etwa
in
diesen
nachfolgenden „Rändern“ des Umraumes frei wird: