das Wasserschloss ist Teil der Wasserkraftanlage mit Druckstollen; es dient als Überlaufbehälter für den Ausgleich der dynamischen Belastungen in der Druckleitung.
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SITUATIONSPLAN     1:   500 KREMS-FLUSS WASSERSCHLOSS KRAFTHAUS WEG Ebene 3 4 Ebene 1 5 6 8 7 1 3 2 1:   200 Ansicht 5 Ansicht 6 Ansicht 7 Ansicht 8
Funktional wird an dieser Stelle die Einzeldruckleitung i n zwei mit Fallschütz en abschließbare Leitungen aufgeteilt - was zugleich auch einer eigenen Form entspricht, d.h. rein ab- strakt also auch einer Schaltstelle, einer Art Gelenk unter- irdisch dynamischer Architektur en
Gleichzeitig zu diesem dynamisch-industriellen Architektur- element wird auf der typologischen Ebene des Baukörpers eine Referenz erfragt zu den ganz anderen, muralen Früh- formen des näheren Umraumes, wie sie aus massiven Stein- mauern a n Hängen oder auf der Talkrone errichtet und z.B. an mehreren Burgruinen i n den Orten unterhalb des Ent- wurfsstandortes noch heute sich tbar sind: . . . sie verleihen dem sie umgebenden Naturraum allein von ihrer solitären Qualität her Identität und erzählen ihre ganz eigenen Geschichten , dem Gedanken der Moderne, wie etwa in der Druckrohrleitungen realisiert, gänzlich ent- gegenstehend, in diesem Spannungsfeld anderes freige- bend.
Der Umraum des ca. 50m bergsei tig zum Krafthaus gelegenen Wasserschlosses wird eben so von der Natur- landschaf t eines ausgedehn- ten, weitgehend unbebauten Mischwaldes bestimmt, so wie die bauliche Anlage selbst auch im Zusammen- hang mit den industriellen Wasserkraftanlagen der Um- gebung, die vom Wasserrad bis zu den mit Drucklei- tungen versehenen Spei- cherkraftwerken am nahen Kamp reichen, zu sehen ist. Insgesamt bringt der Ent- wurf begegnende Typolo- gien in eine „befemdende“ räumliche Nähe, stellt einen veränderten Bezug zu den hierher reichenden nah-fer- nen Raum-Zeit-Schichten her
WEHR
STOLLEN
K RAFTHAUS
WASSERSCHLOS S
KREMS - FLUSS
. . . ein nochmals ganz anderer Blickpunkt jener, von dem aus die b auliche Anlage typologisch i n einem Ü berschneidung s- punkt mehrere Wegetypen konzentriert, etwa kurzläu fi ge Fußwege, weitführende Wander- und Fahrwege, u.z. in dy- namischer Entsprechung zu den Wasserwegen der unterir di- schen Rohrleitungen, d .h., der Ort erschließt über diese Wege den Umraum und versammelt ihn wie auch eine Brücke in dieser Wegkreuzun g.
Einen anderen hier potentiell vorhandenen typologischen Bezugspunkt eröffnet der Raumgedanke des Aussichts tur- mes, wie z.B. in der nahen Sandlw arte realisiert, die ebenso als Sol itär, einen weitum unbebaut en, bewaldeten Natur- raum von der Donautal-Krone aus überragt und von wo man von der obersten Ebene des Turmes aus die rundum tiefer liegenden Landsch aft sräume überblickt ; . . .
Im Entwurf wird die Wegkreuzung auf das Niveau der Aussichtsebene angehoben und so die diff erenten Elemente in einen räumlichen Bezug gesetzt: weder alleine Aussichtsplateau noch Wegkreuzung noch beides zugleich, also ein Dazwischen bildend, eine Art Zwischenraum, sich so der Bestimmbarkeit entziehend? Ergibt alles zusammen vielleicht eine ganzheitliche Gestimmtheit, die sich aus der Überlagerung und Konzentration dieser hier angedeuteten (und als solche noch weit fortsetzbaren), den Umraum in seinem Wesen ausmachenden Gehalte erschließt, die aus dieser konkreten, unerwartbaren räumlichen Annäherung der Typologien entsteht?
Schnitt 4
projekt umgestaltung des wasserschlosses / kleinkraftwerk a.d. gr. krems
oswald ploner. architekt
Wie die Druckleitungen begegnen im Umraum auch Stahl- fachwerkkonstruktionen als weitere Erscheinungsform der Moderne, so etwa bei b rückenbauten, die, ausgehend vom v orstadtbereich k rems, vor allem entlang der f lussläufe als s trassen- oder e isenbahnbrücke bis hinauf in die h ochlagen des w aldviertels anzutreffen sind.
e in zu diesen s tahlgitterkonstruktionen konstruktiv komple- mentärer, aber raumzeitlich nahestehender t yp ist das s icht- ziegelmauerwerk, wie es in den ebenfalls frühindustriellen s chornsteinbauten im unteren k remstal vorkommt, aber auch für die im Naturraum außerhalb der d örfer liegenden kleinen Ziegelöfen, obzwar in die Landschaft eingebettet und so kaum sichtbar, charakteristisch ist.
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